Therapie- und Inklusionsklettern für behinderte Kinder
Lena möchte klettern. Doch das Mädchen hatte kurz nach der Geburt einen schweren Unfall und ist nun halbseitig gelähmt. Für Viele wäre das der Moment, in dem sie aufgeben. Doch mit der richtigen Hilfe lässt sich auch dieser Wunsch umsetzen.
Projekt Steckbrief
Projektdurchführung | Sektion Deggendorf des Deutschen Alpenvereins e.V. Oberer Stadtplatz 4 |
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Aktionsjahr | 2016 |
Ort | Niederbayern, Deggendorf |
Fördersumme | 200.000,00 € |

Der Deutsche Alpenverein baut in seiner Sektion Deggendorf ein neues Kletterzentrum. Dabei entsteht mit Hilfe von Sternstunden auch ein Bereich extra für Therapie- und Inklusionsklettern. Denn bei dieser Sportart werden alle Sinne angesprochen - deshalb ist auch die Therapie eine Ganzheitliche. Angefangen von den Basissinnen - Gleichgewicht, Körpergefühl und Tastsinn - über die motorischen Anforderungen wie Koordination, Körperspannung und -wahrnehmung geht es hier auch um den Kopf. Die Kinder lernen, sich zu konzentrieren, ihre Handlungen zu planen und sich an Regeln zu halten. Außerdem können sie ihr Teamwork verbessern. Und ein weiterer, wichtiger Aspekt darf nicht fehlen: Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein wachsen, wenn die Kinder ihre Grenzen austesten und lernen, mit ihren Ängsten positiv umzugehen. Auch Lena ist mutig und probiert es aus. Jeder kleine Schritt führt sie hoch hinaus.
Über 2.000 Kinder mit psychischer oder physischer Behinderung werden die Kletterwand nutzen können, wenn sie eröffnet ist. Dann können behinderte neben nicht-behinderten Kindern klettern, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen - einzigartig in Deutschland.
